So hältst du deine Gusseisenpfanne in Topzustand!

  • , Von Thijn van den Broek
  • 4 min Lesezeit
Zo houd je jouw gietijzeren pan in topconditie!

Eine gute Gusseisenpfanne kann ein Leben lang halten. Mehr noch: Je öfter du mit ihr kochst, desto besser wird sie. Gusseisen braucht jedoch ein wenig Pflege. Richtig einbrennen, reinigen und vor allem trocken halten. Dann hast du viele Jahre Freude an deiner Skillet, deinem Dutch Oven oder deiner Gusseisen-BBQ-Pfanne.

Diese Tipps gelten für unbehandeltes Gusseisen. Eine emaillierte Gusseisenpfanne musst du nicht einbrennen. Im Zweifel solltest du immer kurz die Anleitung deiner Pfanne prüfen.

Neue Gusseisenpfanne? Erst einmal einbrennen!

Viele Gusseisenpfannen sind bereits ab Werk mit einer ersten Schutzschicht versehen. Trotzdem empfehlen wir, deine neue Pfanne vor dem ersten Gebrauch noch einmal gründlich einzubrennen. Das wird auch Seasoning genannt.

Beim Einbrennen entsteht eine Schutzschicht auf dem Gusseisen. Diese Schicht schützt vor Rost und sorgt dafür, dass das Essen weniger schnell an der Pfanne haften bleibt.

Das brauchst du

  • Gusseisen-Conditioner oder Seasoning
  • Ein sauberes Baumwolltuch
  • Einen Backofen oder eine verschließbare BBQ
  • Hitzebeständige Handschuhe

So brennst du Gusseisen ein

1. Kurz reinigen
Spüle die Pfanne mit heißem Wasser ab und trockne sie anschließend sofort gründlich.

2. Aufheizen
Heize deinen Backofen oder die geschlossene BBQ auf etwa 180 °C vor. Stelle die Pfanne für circa 15 Minuten hinein. Dadurch wird das Gusseisen richtig warm und die letzte Feuchtigkeit verdampft.

3. Dünn einreiben
Nimm die Pfanne vorsichtig aus dem Backofen oder der BBQ. Verwende hitzebeständige Handschuhe, denn Gusseisen wird glühend heiß! Reibe die gesamte Pfanne mit einer hauchdünnen Schicht Conditioner ein. Beziehe also auch die Außenseite, den Boden und gegebenenfalls den Deckel mit ein.

Verwende nicht zu viel. Eine dicke Schicht wird klebrig, und darauf kann wirklich jeder verzichten.

4. Zurück in die Hitze
Stelle die Pfanne zurück und erhöhe die Temperatur auf etwa 200 °C. Lass sie dort, bis das Gusseisen nicht mehr raucht. Danach lässt du die Pfanne langsam abkühlen.

5. Noch eine Runde
Wiederhole das Aufheizen, Einreiben und Abkühlen bei einer neuen Pfanne am besten mindestens dreimal. So baust du eine starke Schutzschicht auf und deine Pfanne ist vollständig einsatzbereit.

Hat deine Pfanne Holzgriffe, Kunststoffteile oder einen speziellen Knopf? Prüfe dann zuerst, ob diese hitzebeständig sind, und entferne sie gegebenenfalls.

Nach dem Kochen: reinigen und fertig

Gute Pflege ist zum Glück keine höhere Mathematik. Achte vor allem darauf, dass Schmutz und Feuchtigkeit nicht lange in der Pfanne bleiben.

Die Pfanne zunächst etwas abkühlen lassen

Stelle eine glühend heiße Pfanne niemals unter kaltes Wasser. Durch den plötzlichen Temperaturunterschied kann das Gusseisen reißen oder beschädigt werden. Also etwas Geduld!

Mit heißem Wasser reinigen

Spüle die Pfanne nach dem Gebrauch so schnell wie möglich mit heißem Wasser aus. Lass Gusseisen niemals lange einweichen und stelle es auf keinen Fall in die Spülmaschine.

Sind Reste festgebacken? Dann greif zu einem Kettenhemd-Schrubber oder einer geeigneten Bürste. Damit löst du angebackene Reste, ohne die Schutzschicht unnötig zu beschädigen.

Prüfe vor der Verwendung von Spülmittel immer die Empfehlung des Herstellers. Bei manchen gut eingebrannten Pfannen ist eine kleine Menge mildes Spülmittel unproblematisch. Andere Marken empfehlen, nur heißes Wasser zu verwenden.

Sofort gründlich trocknen

Trockne die Pfanne nach der Reinigung sofort ab. Möchtest du sicher sein, dass die gesamte Feuchtigkeit verschwunden ist? Dann stelle sie noch einige Minuten auf eine niedrige Wärmequelle.

Überspringe diesen Schritt nicht. Schon ein wenig zurückgebliebene Feuchtigkeit kann Rost verursachen.

Eine dünne Schicht Conditioner auftragen

Ist die Pfanne vollständig trocken? Dann trage eine hauchdünne Schicht Conditioner oder geeignetes Seasoning auf. So bleibt die Schutzschicht intakt und deine Pfanne ist wieder bereit für die nächste BBQ-Session.

Diese Fehler solltest du besser vermeiden

  • Gusseisen längere Zeit in Wasser einweichen
  • Die Pfanne in die Spülmaschine stellen
  • Eine heiße Pfanne mit kaltem Wasser abspülen
  • Die Pfanne feucht lagern
  • Aggressive Reinigungsmittel verwenden
  • Zu viel Conditioner oder Öl auftragen
  • Die Pfanne ungeschützt draußen stehen lassen

Rost: Sofort handeln!

Ein kleiner Rostfleck wirkt vielleicht harmlos, aber ignoriere ihn nicht. Rost greift die Oberfläche der Pfanne an und kann schließlich für Vertiefungen, Abblätterungen und dauerhafte Schäden sorgen. Außerdem verschwindet dadurch das schützende Seasoning.

Verwende eine Pfanne mit losem oder abblätterndem Rost erst wieder, nachdem du sie restauriert hast. Diese Rostpartikel möchtest du natürlich nicht zwischen deinem Essen haben.

Zum Glück bedeutet ein wenig Rost normalerweise nicht, dass du die Pfanne wegwerfen musst. Entferne den Rost vollständig mit einem Kettenhemd-Schrubber oder einer geeigneten Stahlbürste. Spüle die Pfanne sauber, trockne sie gründlich und durchlaufe anschließend erneut den vollständigen Einbrennprozess.

Ist die Pfanne tiefgreifend beschädigt, gerissen oder bröckelt das Gusseisen ab? Dann solltest du sie nicht mehr verwenden.

Nützlich für die Pflege

Mit diesen Utensilien hältst du dein Gusseisen in gutem Zustand:

  • Gusseisen-Conditioner oder Seasoning: zum Einbrennen und Schützen
  • Kettenhemd-Schrubber: gegen angebackene Speisereste und oberflächlichen Rost
  • Baumwolltuch: zum dünnen Auftragen des Conditioners
  • Hitzebeständige Handschuhe: damit deine Finger unversehrt bleiben

Eine Pfanne fürs Leben

Behandle deine Gusseisenpfanne gut, und du wirst viele Jahre Freude an ihr haben. Reinige sie nach dem Gebrauch, trockne sie sofort ab und reibe sie regelmäßig dünn ein. So wird die Schutzschicht immer besser und deine Pfanne ist jederzeit bereit für das nächste Gericht.

Gut gepflegt, Feuer an und losbraten!

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